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Nach langer und gewissenhafter Vorbereitung durch unseren Bergführer Jan Siebert und unseren BSG Vorsitzenden Reinhold Trümner machten wir uns endlich auf den Weg in die Berge. Mitstreiter von Jan und Reinhold waren Ina Träbing, Maike Eberhardt, Ulrike Nagel, Petra Hundt, Louisa Pestel und Friedhelm Beckmann.

Nach einer entspannten Zugreise kamen wir freudig am Buchenhaus an und wurden dort direkt herzlich aufgenommen. „Ruht euch nochmal aus, bevor es morgen richtig los geht…“, wurde uns gesagt. Wir beherzigten dies und gingen einigermaßen früh ins Bett.

Der erste Tag unserer Wandertour führte uns zunächst durch Schönau am Königsee, wo wir in eines der Elektroholzboote einstiegen, dass uns nach St. Bartholomä, der Wallfahrtskapelle am Westufer des Königssees, führte. Von dort aus ging es richtig los – erst am wunderschönen Ufer des Königsees entlang und dann die Saugasse hinauf. Nach einem langen Aufstieg und der 37. Spitzkehre und waren wir endlich oben und teilten das leckere Pausenbrot. Das erste Ziel des Tages – die legendäre Saugasse zu bezwingen – war geschafft! Das Kärlingerhaus in 1600 Meter Höhe zu erreichen viel uns dann nicht mehr ganz so schwer, denn die Landschaft ist wunderschön anzusehen. Nach insgesamt fast 1200 Höhenmeter Aufstieg an diesem Tag hatten wir uns das Feierabend-Bier redlich verdient. Beim gemütlichen Beisammensein mit Blick auf den Funtensee gesellten sich sogar noch zwei Kollegen unserer Kreisverwaltung dazu, die zufällig auch gerade dort wandern waren. Die Welt ist so klein! Abends sanken wir dann müde, satt und glücklich in die Kissen unseres Matratzenlagers. Die Bettruhe ist generell um 22 Uhr. Für alle, die es eilig haben gibt es ab 6 Uhr Frühstück.

Gestärkt und Ausgeschlafen ging es am 2. Tag weiter hinauf und schließlich erreichten wir das Steinerne Meer. Beeindruckende Stein- und Felsformationen und soweit das Auge reicht! Auf dem Weg zur Weißbachscharte überraschte uns ein kurzes aber heftiges Gewitter – das war für alle ein spannendes und aufregendes Erlebnis, denn selbst unser Bergführer hatte so etwas noch nicht erlebt. Nass bis auf die Haut ging es weiter zur Ingolstädter Hütte auf 2120 Meter Höhe, wo wir auch den nächsten Tag komplett genießen konnten. Auf Grund des schlechten Wetters war der Große Hundstod an diesem Tag nicht zu erreichen. Der Aufstieg zum Kleinen Hundstod (2263 m Höhe) mit der Hochwies als Extratour war zwar wegen des Nebels nicht gerade aussichtsreich aber dafür fanden wir zahlreiche seltene Pflanzen wie das Edelweiß und den Enzian.

Am vorletzten Tag unserer Tour war die Wimbachgrieshütte (1327 m Höhe) unser Ziel. Mit einigen schwierigen und sehr steilen Passagen, wo Kletterkünste gefragt waren, schleppten wir uns mit müden Muskeln aber mit strahlenden Gesichtern über Stock und Stein. Zahlreiche Murmeltiere und ein Gamsbock leisteten uns an diesem Tag Gesellschaft. Am letzten Tag unserer Hüttentour haben wir auf dem Weg ins Tal das atemberaubende Wimbachgries passiert. Nur bergab laufen – so mussten wir feststellen – ist auch anstrengend! So ließen wir uns Zeit und gingen als kleines Highlight an diesem Tag noch durch die Wimbachklamm. Auf einem hölzernen Steg durch die Klamm spazierend, wird die Kraft des Wassers auf dem Weg ins Tal umso deutlicher. Zurück im Buchenhaus war vieles schon vertraut und eingespielt und so genossen wir das Zusammensein und ließen die letzten Tage nochmal gedanklich an uns vorbei ziehen. Die vielen spannenden Eindrücke noch frisch im Kopf fuhren wir am nächsten Tag mit der Gewissheit Richtung Heimat, dass dies für uns nicht der letzte Besuch im Berchtesgadener Land war! Die BSG-Schwalm-Eder würde sich sehr freuen, wenn sich in den nächsten Jahren wieder eine Truppe für diese wunderbare Tour finden lässt!

bsg huettentour 2018

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